Karsten - 17.05.13 Neue Singlebörse: Nicht jeder ist ein ElitePartner! Figgi - 10.05.13 Frühlingserwachen! Der Josi - 19.04.13 Frühlingserwachen! Petrus - 17.04.13 Politik: Rhetorik mit Edmund Stoiber! Knut - 08.04.13 Der Frauenflüsterer TK 3000 Herbie - 03.04.13 Die Firma
Das war der Clou des neuen Systems, unübersehbar wie ein Rudel Flusspferde auf der Landstraße: Man hatte in Weilheim die Arbeitnehmer privatisiert und dem Unternehmenskapital hinzugefügt. Nach einem ausgeklügelten Schlüssel waren sie an die Unternehmen und Konzerne verteilt worden. Der Vorarbeiter Bündig gehörte jetzt der Schuhfabrik. Mehr »
Die Angst vor der Arbeitslosigkeit habe alle ganz verrückt gemacht, aber das sei jetzt glücklicherweise vorbei, weil (zumindest in Weilheim) sei Deutschland ja jetzt endlich wieder ‟international wetterderbsmäßig in den Breiten der Zierung”, sagte Schuhfabrikarbeiter Bernhard Bündig und schaute zum Bürgermeister, als er fertig war. Mehr »
Berlin, im Mai 2049. Die früher freie deutsche Journalistin und Schriftstellerin Ulrike Glas erinnert sich in ihrem Aufsatz „Vom Clou zum Schuh“ an die Rettung Deutschlands im Jahr 2016.
Hautnah dabei war Ulrike Glas oft, wenn es darum ging, über brandaktuelle gesellschaftliche Themen zu berichten. 2016 war sie eine der wenigen, die über den geheimen Modellversuch der deutschen Regierung zur Rettung Deutschlands informiert wurde. Die heute 88jährige verrät uns ein wenig, wie es damals war: Mehr »
Ich bemerke erst im Büro meines Chefs, dass ich zu meinem rosa Jacket gar keine Schuhe trage. Er begrüßt mich mit Handschlag und erklärt mir anschließend die wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Dann die Qualität meiner Leistungen, die merklich von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen. Ich erfahre, dass gestern meine Kündigung beschlossen wurde und ich ab sofort freigestellt bin. Er bedankt sich für die lange Zusammenarbeit und wünscht mir viel Erfolg für die Zukunft. Dann sagte er: „Und überdenken Sie in aller Herrgottsnamen einmal ihr Erscheinungsbild, sonst wird das mit Ihnen noch ein böses Ende nehmen!“ Mehr »
Das Telefon schellt, als ich gerade die Türe abschließe. Also wieder aufgeschlossen und hastig zurück in den Flur gehumpelt. Am anderen Ende der Leitung ist meine Mutter: Sie erzählt mir, dass der Vater der Schwiegertochter einer Nachbarin einen Schlaganfall hatte. Ich versuche sie damit abzuwimmeln, dass ich jetzt keine Zeit habe und rasch zur Arbeit muss, weil ich befördert werde. Ernte dafür ein: „Du bist ein undankbares Kind!“
Und Gott sah, dass es gar nicht gut war. „Verdammt!, was treiben die da unten?!“ Gott hatte genug. Gier, Macht, Krieg. Er schaltete frustriert den Monitor aus und wandte sich an seinen Assistenten Luzifer: „Wir müssen sofort ein Meeting organisieren. Ruf mein Sondereinsatzkommando zusammen. Es wird Zeit für einen Rettungsschirm.“
In meiner Firma werden im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen einige Abteilungsleiterposten neu besetzt – und ich habe um 9:00 Uhr einen Termin bei meinem Chef. Das kann nur eines bedeuten: Beförderung! Endlich werden meine langjährige Betriebszugehörigkeit und meine Leistungen für das Unternehmen gebührend gewürdigt.
Das Telefon reißt mich um kurz vor Sieben aus dem Schlaf: Ich schrecke im Bett auf und spüre, dass ich in der linken Wade einen Krampf habe. Springe also mit dem rechten Bein aus dem Bett und lande mit meinem Fuß genau auf dem vor Kippen überquellenden Glas-Aschenbecher vor dem Bett. Mehr »
Der Gast war eingetroffen: Bodo, der Säufer – und im Wohnzimmer lauerte unter dem Weihnachtsbaum die Bescherung. Es gibt keinen Tag, der länger als vierundzwanzig Stunden dauert, dachte ich, und von dem hier waren schon achtzehn vorbei.
Mein kleiner Bruder wäre beinahe an einem Stück Brötchen erstickt. Papa klopfte ihm kräftig auf den Rücken, dabei schaute er mit weit aufgerissenen Augen Richtung Oma. Wir starrten Oma an. Wir haben nie erfahren, wie sie Florian Silbereisen kennen gelernt hatte und warum er plötzlich bei uns wohnte. Der 27-jährige Volksmusikmoderator war eines Tages da und setzte sich zu uns an den Tisch, als wäre das das normalste der Welt. In der Küche herrschte dreißig Sekunden lang Stille. Dann fragte meine Mutter: „Kaffee oder Tee?“
Mein Name ist eigentlich Manfred Möhrensack, Sachbearbeiter von Beruf, und es war vor dreieinhalb Jahren, als die Unergründlichkeit der Existenz sich mir zeigte.
Es war zunächst ein ziemlich normaler Montagmorgen.
Das einzige, was ungewöhnlich war: Trotzdem ich seit dem Aufwachen schon zwei mal Hand an mich gelegt hatte, war ich immer noch geil wie ein versehentlich mit Viagra vollgefressener Kater und dachte die ganze Zeit an Titten und Weiberärsche. Und ich musste unaufhörlich grinsen wie ein chinesischer Boxer. Vielleicht war irgendetwas mit dem Leitungswasser nicht in Ordnung, dachte ich, mit dem ich Mehr »
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