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Modernes Zeitmanagement

Das Leben ist Zeitverschwendung oder warum ich mir nicht mehr die Zähne putze

© Lutz Smolka / PIXELIO / www.pixelio.deDas Thema Zeitmanagement ist heutzutage in aller Munde. Der umfangreichen Ratgeberliteratur zum Thema zufolge sollten wir in unseren schnelllebigen Zeiten Zeitprioritäten setzen, Tagespläne machen, unsere Leistungskurve sowie das Pareto-Prinzip beachten und mit Zeitplan-Tools und Aktivitäten-Checklisten hantieren, um möglichst viel konstruktives auf die Reihe zu kriegen. Zeit ist schließlich Geld! Und Zeitmanagement beginnt bereits mit den alltäglichen Kleinigkeiten. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Lebenszeit Sie tagtäglich mit den immer wiederkehrenden lästigen Alltagsbanalitäten vergeuden?

Zähne putzen, zur Toilette gehen, Duschen, Haare waschen, Anziehen, Rasieren, Schminken, Haare stylen, Maniküre, Pediküre, Betten machen, Waschen, Bügeln, Staubsaugen, Wischen, Müll rausbringen, Aufräumen, Spülen, Staubwischen, Einkaufen, an roten Ampeln und im Stau stehen, und und und…

Da bleibt kaum Zeit für die Familie, Hobbys, oder sich selbst zu verwirklichen! Und daher habe ich mir – sämtlichen persönlichen Zeitmanagement-Vorbehalten zum Trotz – jetzt auch Prioritäten gesetzt und mich dazu entschlossen, mir zumindest nicht mehr die Zähne zu putzen.

Man soll sich ja dreimal am Tag ca. drei Minuten lang die Zähne putzen. Aber hat je ein Zahnarzt auch den Mut gehabt, einmal durchzukalkulieren, wie viel Lebenszeit das eigentlich kostet?
Täglich neun Minuten Zähneputzen: Das macht wöchentlich 63 Minuten und monatlich 270 Minuten Zähneputzen. In einem Jahr kommen Sie schon auf 3.285 Putzminuten, was umgerechnet 55 Stunden pausenlosen Zähneputzens bedeutet!

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt über die Geschlechter hinweg bei etwa 80 Jahren (Frauen werden mit durchschnittlich 82 Jahren ca. vier bis fünf Jahre älter als ihre männlichen Zeitgenossen). Multipliziert man nun die durchschnittliche Lebenserwartung von 80 Jahren mit den 3.285 Minuten jährlichen Zähneputzens, so kommen regelmäßige Zahnreiniger auf eine Lebenszahnreinigungszeit von etwa 262.800 Minuten!

262.800 Minuten! Überlegen Sie einmal, was Sie mit dieser Zeit alles hätten sinnvolles anfangen können! Da hätten Sie knapp 3.000 Tatorte oder Fußballspiele ansehen oder mehr als 250.000-mal mit Ihrer Partnerin Sex haben können!

Das sind 4.380 Stunden. In Tage umgerechnet bedeutet dies (Schlafzeiten einmal herausgerechnet, da man sich während des Schlafs in aller Regel nicht die Zähne putzt) dass Sie etwa 270 Tage Ihres Lebens mit nichts anderem zubringen, als sich die Zähne zu putzen! Ohne Pause von morgens bis abends! Und falls Sie dann noch das Pech haben, anstatt nach 80 Jahren erst nach 90 oder gar 100 Jahren den Geist aufzugeben, sind Sie richtig angeschmiert!

Da will man doch gar nicht wissen, wie viel Zeit man erst mit all den anderen tagtäglichen Banalitäten verschwendet, wie z.B. zur Toilette zu gehen. Oder glauben Sie etwa, dass Sie da mit neun Minuten am Tag auskommen?

Nein danke, da laufe ich doch lieber irgendwann mit verfaulten Stummeln im Mund herum, wenn ich dafür fast ein Jahr länger zu leben habe!

© 2012 Slamek Oswalek – Das Leben ist Zeitverschwendung oder warum ich mir nicht mehr die Zähne putze

Fotos: © Lutz Smolka | © Saskia Wend / PIXELIO

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2 Kommentare zu Das Leben ist Zeitverschwendung oder warum ich mir nicht mehr die Zähne putze

  • Der Josy

    Natürlich würde ich gern mein Leben gern nur noch mit wichtigen Dingen verbringen. Aber wenn ich schon auf was verzichte, dann auf etwas, was überhaupt keinen Spaß macht. Deshalb höre ich lieber auf, mit meiner Freundin zu schlafen, dann darf ich mir weiter Zähne putzen, oder?

  • is

    soll ich mit Gummimatten kaufen ?

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