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Armageddon 2012

Der Maya-Kalender und der Weltuntergang

© Helmut Wegmann / PIXELIO / www.pixelio.deSchon wieder Ostern! Und dabei hat man noch nicht einmal die psychosozialen Auswirkungen des letzten Weihnachtsfestes richtig verpackt. Naja, wenigstens läuft zu Ostern nicht ständig „We are the World“ oder „Last Christmas“ im Radio. Und das wird es auch künftig nicht mehr, da kann man George Michael durchaus beim Wort nehmen. Denn dieses Jahr ist Schluss mit dem Mumpitz, so steht es im Maya-Kalender! Oder vielmehr stünde es dort, denn der Maya-Kalender endet am 21.Dezember 2012.

Na und, werden Sie sagen, was juckt mich der Maya-Kalender. Was ist überhaupt ein Maya-Kalender. Kriegt man den auch an Sylvester in der Apotheke? Zusammen mit dem kleinen Glücksschwein und der Gratis-Vitamin-C-Brausetablette? Und wieso soll ich mir überhaupt Gedanken um den Maya-Kalender machen? Ich hab doch schon mehr als genug mit der ganzen Oster-Deko zu tun, und jetzt kommt man mir auch noch mit Maya-Kalendern!

Sie sollten jetzt mal einen Augenblick innehalten und sich die Frage stellen, warum der Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 endet? Ein Kalender, der gar nicht zu Ende geht, macht ja schließlich keinen Sinn. Wenn Sie zum Beispiel letzte Weihnachten für die Omi den großen Bauernweisheiten-Kalender 2012 als Weihnachtsgeschenk gekauft haben, und der große Bauernweisheiten-Kalender 2012 ginge dann nur bis zum 21. Dezember, dann würde Omi aber ruckzuck beim Buchhändler auf der Matte stehen und den reklamieren.

Den Maya-Kalender hingegen hat noch nie jemand reklamiert. Und das liegt nicht etwa in der Tatsache begründet, dass die Maya ausgestorben sind und daher nicht für Gewährleistungsansprüche in die Haftung genommen werden können. Vielmehr soll es daran liegen, dass die Welt am 21. Dezember 2012 untergeht und die Maya es deswegen nicht für nötig befunden haben, ihren Kalender ordentlich zu Ende zu führen.

© Helmut Wegmann / PIXELIO / www.pixelio.deJa, da haben Sie den Salat. Das nächste Weihnachten fällt aus. Genauso wie Sylvester und Ostern. Keine Weihnachtsgeschenke, keine Apothekenkalender, keine Glücksschweine oder Gratis-Vitamin-C-Brausetablette und auch keine Oster-Deko mehr. Omi wird den großen Bauernweisheiten-Kalender 2013 nicht mehr reklamieren. Wir werden alle tot sein, weil so ein paar Esoterik-Spinner nach der Nostradamus-Pleite 2000 jetzt diesen scheiß Maya-Kalender ausgegraben haben!

Aber vielleicht besteht ja noch Hoffnung. Ich habe nämlich eine Alternativ-Theorie zum vorzeitigen Ende des Maya-Kalenders entwickelt: Und zwar halte ich es für äußerst wahrscheinlich, dass der Maya-Kalender aus dem ganz simplen Grund am 21. Dezember 2012 endet, weil die Maya kein Papier mehr im Drucker hatten!

Das Problem kennt man doch. Man druckt irgendwas, und auf einmal ist das Papier im Drucker alle. Und dann geht das Theater los. Man fragt die Kollegen, ob die noch Papier haben, aber die haben auch keins, weil sie einem selbst schon das Papier aus dem Drucker geklaut haben. Dann geht die hektische Suche nach einem intakten Päckchen Druckerpapier los, aber in der ganzen Firma ist nicht ein verdammtes Blatt Papier zu finden, und das Betriebsklima wird durch Schuldzuweisungen und Verleumdungen schwer in Mitleidenschaft gezogen, und am Ende muss der Auszubildende schnell bei Aldi ein Päckchen kaufen gehen.

So oder ähnlich wird es auch bei den Maya gewesen sein. Noch ehe sie sich darüber einig geworden waren, wer mit Druckerpapier kaufen dran gewesen wäre, waren sie auch schon von den spanischen Eroberern ausgerottet worden, und darum ist der Maya-Kalender auch nie fertig geworden.

Wir sollten uns das Schicksal der Maya als mahnendes Beispiel gegen die Unsitte nehmen, immer den Kollegen das Druckerpapier aus dem Drucker zu klauen. Wie viel Ungemach, ja ganze Weltuntergänge könnten vermieden werden, würden wir immer ein Päckchen Druckerpapier für unseren Nächsten in der Schublade bereithalten!

© 2012 Bianka Tewes – Der Maya-Kalender und der Weltuntergang

Fotos: © Helmut Wegmann / PIXELIO

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11 Kommentare zu Der Maya-Kalender und der Weltuntergang

  • Der Josy

    Liebe Frau Tewes! Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Welt nicht im Dezember dieses Jahres untergehen wird. Sie kann gar nicht untergehen, nämlich weil sie schon längst untergegangen ist. Was wir jetzt schon länger haben, ist die Hölle – und die Höllenqualen bestehen hauptsächlich aus dem, was Tag für Tag im deutschen Fernsehen läuft.

  • Helmut Josef Weber

    Das ist wie mit den Atheisten, wie ich einer bin.
    Wenn die Anderen Recht haben, dann werde ich einmal von einer überirdischen Macht zur Rechenschaft gezogen.
    Wenn ich Recht habe, erfährt es Niemand.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  • Einen grösseren Schwachsinn über den Maya-Kalender als diesen, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Du hast einfach überhaupt keine Ahnung und “die abolute Ahnungslosigkeigt” ist auch eine geile “Dröhnung”….geniesse diese…

    Liebe Grüsse
    Oliver

    • Argonaut

      …und “die abolute Ahnungslosigkeigt” ist auch eine geile “Dröhnung””

      Lieber Oliver, sicher sprichst du da aus Erfahrung.

    • Bianka

      Lieber Herr Disler,

      in der Tat gehöre ich nicht zu den Menschen, welche von Ahnungen geplagt werden, und wie Sie richtig erkannt haben, empfinde ich diesen Zustand als überaus beglückend.

      Es tut mir schrecklich leid, dass es Ihnen so ganz anders geht.

    • Email

      Dein IQ ist wohl auch nicht größer als ein Monat Tage hat ****lol und **du!** wirfst jemand Schwachsinn vor ***kreisch

  • Es kann nicht sein, dass Du so fahrlässig über so eine nahende Katastrophe schreibst und die vielen Menschen damit auch noch verunsicherst. Ich muss da ganz klar Herrn Disler Recht geben. Doch ich habe den alles erleuchtenden Trampelpfad der Erleuchtung gefunden, wie sich der Weltuntergang vermeiden lässt. Zwar schweren Herzens, aber eben doch habe ich dem erzürnten Karel Gott, einem der beliebtesten Götter der alten Maya, nun ein Opfer unter http://freie-zeit.at/2011/11/27/weltuntergang-laut-maya-kalender-ganz-sicher/ dargebracht. Ich hoffe inständig, dass wir durch diese weitsichtige Maßnahme meinerseits damit das Gröbste anwenden können.
    Liebe Grüße aus Wien
    Paul

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