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Der Politiker {3} - Politische Einsichten

Der Politiker 3

DIE POLITISCHE KARRIERE DES 1. GRÜNEN BUNDESKANZLERS DEUTSCHLANDS – DER DRITTE TEIL

Von 1974 bis 1982 zeichnete sich Trumblbrühl durch das komplette, völlige Fehlen jeglicher Überzeugungen und Standpunkte aus und gelangte so mit Leichtigkeit in die oberen Parteiriegen. Nach einem Auftritt bei einer Veranstaltung zum Thema „Jugendalkoholismus“ gewährte er (leicht angetrunken) Einblick in seine politischen Einsichten (1981):

‘Mein ganz persönlicher Durchbruch war es, als ich erkannte, dass es keine Wahrheit gibt, sondern lediglich Entscheidungen, und dass die Welt keine Eigenschaften hat. Die Welt ist nicht irgendwie (grausam, gerecht oder schön), sondern der eine empfindet sie so, der andere eben anders, klar? (…)

Es kommt eben nicht drauf an, wie etwas ist, sondern wie man es findet, klar? Zum Beispiel glauben die Menschen in Deutschland, dass wir in einer Demokratie leben, in der Abgeordnete nach Wissen und Gewissen politisch entscheiden und abstimmen – obwohl das praktisch nie passiert! Alle Entscheidungen werden von Parteiführungen getroffen, die nicht die Bohne vom Volk gewählt sind. Der Parlamentarier hebt parteibeschlusskonform die Hand, wenn er soll. Den Job könnten auch automatische Acrylldummies erledigen. Das wäre das Gleiche, nur viel billiger.

Wenn dem Volk die Entscheidungen der Volksvertreter nicht gefallen, sind Sachzwänge schuld. Jedoch, man kann Wahrheit auch zu was Besserem benutzen. Nehmen wir an, Sie fahren mit fünfzig Stundenkilometern zu schnell auf der Autobahn und eine Polizeistreife will Sie rauswinken. Eine der guten Ausreden wäre es, wenn Sie über Handy mitteilten, dass Ihre Bremsen kaputt seien und Sie nicht anhalten können.

Die perfekte Lösung aber besteht darin, die Bremsen vor Fahrtantritt tatsächlich zerstört zu haben.
Erst so haben Sie tatsächlich keine Verantwortung mehr. Sie können praktisch nichts tun, Sie können gar nicht bremsen, und: Sie lügen nicht!

Fällt Ihnen was auf? Wenn Sie Politiker hören: Da ist die Globalisierung dran schuld – wir können nichts dagegen tun? Die Hände sind uns gebunden … man kann die Entwicklung nicht zurückdrehen…

Einen Rat, den ich Politikanfängern immer geben würde: Geben Sie Macht auch mal aus der Hand, wenn es passt; installieren Sie eigendynamische Prozesse – sodass Sie im Nachhinein gar nicht anders konnten, als so zu handeln, wie Sie sowieso handeln wollten, weil

  • Verträge existieren,
  • höhere Mächte oder Verbündete Sie zwingen, oder
  • andere Staaten/die internationale Konkurrenz/die ‘Wirtschaftslage’/ihre eigene Mutti Ihnen keine Alternative lassen!’

Zwischen 1982 und 2002 baute Trumblbrühl seine Macht kontinuierlich aus, teilweise als Mitglied der UNO, erkannte aber gleichzeitig, dass die frühere große Volkspartei zu lahm war, um ihm den letzten Schritt zu ermöglichen … 2003 wechselte er von der CDU zu den GRÜNEN und wurde 2006 erster grüner Bundeskanzler der Republik.

(c) Robert Reitz, 2010

Foto: © Gerd Altmann/ PIXELIO

Zu Teil 4: Der Wechsel zu den GRÜNEN


Zu Teil 1: Kindheit und Jugend

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3 Kommentare zu Der Politiker {3} – Politische Einsichten

  • Hofdepp

    Jettz wirds wirklich böse, Männer!

  • Diebel

    Gefällt mir gut, da sich hier im Unterschied zu vielen anderen Texten auf der Seite, die ich eher unter Humor einordnen würde, echte Satire anbietet. Schön kristallklar wird die Essenz mehrstufig politischen Handelns destilliert: Die linke Hand tut so, als ob sie nicht wüsste, was die rechte macht. Das selbst zerstörte Kaputte wird bedauernd als Grundlage und Voraussetzung für weiteres Kaputtmachen zitiert, “sodass sie … nicht anders können, als so zu handeln, wie sie sowieso handeln wollen”.

    Es stellt sich die Frage, wieweit diese satirische Pointe bereits – willentlich oder beiläufig – im Prozess des Machens weltweiter Entscheider eine Rolle spielt. Schön durchschaut, Herr Reitz, machen Sie weiter! Es beruhigt, dass es Leute gibt, die sehen können.

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