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Ein Gott gibt auf {2}

Gott | Photo: Public DomainWenig später begann, begleitet von heller Aufregung, die erste Notstandssitzung des HIMMLISCHEN RATS seit dem Urknall (den übrigens einige ältere Götter als ‚zu unruhig’ empfunden und gefordert hatten, dass er rückgängig gemacht und noch mal vernünftig durchgeführt werde, schließlich sei eine Schöpfung was anderes als ein Konzert der Dead Kennedys’. Sie hatten sich aber nicht durchgesetzt).

Die Ränge füllten sich mit Gottheiten, männlichen und weiblichen. Auf der Rednertribüne saßen bereits Anarchos und Jehova, jeweils neben ihren Managern. Jehova war ockerfarben im Gesicht und zitterte, als hätte er ein halbes Kilo Zitteraale in der Hose. Man hatte ihm einen Maulkorb umgehängt.
Nachdem die Vorsitzende, eine große Blonde mit tiefblauen Augen, den Grund der Einberufung des Rats kundgetan hatte, erhob sich
Jehovas Manager – er hieß Schizos – und erklärte, er werde anstelle seines Klienten die Sachverhalte schildern, die zu Jehovas Aufgeben geführt hätten – dieser sei im Moment außerhalb jeder Kontrolle und nicht in der Lage, ganze Sätze zu formulieren (jedenfalls keine, die irgendeinen Sinn ergäben).
Er sprach weiter: “Meine Damen und Herren, liebe Götter, mein Klient Jehova erklärt hiermit durch mich, dass mit seiner Allmächtigkeit insofern nicht mehr alles stimmt, also in Bezug auf Die Erde, als dass er gewissermaßen, was seine Allmächtigkeit sozusagen … betrifft, – also dass er – ähm, mit einem Wort – nicht mehr … also ab sofort nicht mehr allmächtig genug ist … bedauerlicherweise.”

Jehova habe alles versucht, was er versuchen konnte, und jetzt sei Schicht. Die Menschheit, darunter auch die zivilisierte Menschheit, habe wieder damit begonnen, gerechte heilige Kriege zu führen, und Jehova sei definitiv am Ende seiner Kraft (und am Ende mit seinem Latein).
Zugegebenermaßen sei er ganz zu Anfang zu optimistisch gewesen, weil er glaubte, es müsse doch reichen, die göttlichen Ideen einem einzelnen Volk, die Juden genannt, mitzuteilen, diese würden die Ideen dann weiterverbreiten und andere Völker informieren: Wozu sich also selbst so viel Arbeit machen? Schließlich garantierten die göttlichen Ideen allen Menschen ein friedliches Leben ohne Mord und Totschlag, was sie praktisch sofort herausfinden würden. Schließlich hätten sie den Verstand gekriegt (seine neueste Erfindung), und die Botschaft sei unmissverständlich gewesen: Man solle nicht töten, lügen, betrügen und so weiter und so fort, so dass es für jeden gut auszuhalten sei. Nicht im Traum wäre er auf die Idee gekommen, die Juden könnten sich als einziges Volk Gottes sehen. Wozu sollte Gott (Teufel noch mal!) ein einziges ‘Volk Gottes’ haben, wenn er einen ganzen Planeten mit Roten, Schwarzen, Gelben, Weißen, Grünen und allen möglichen sonstigen erschaffen habe? Das klinge ja sogar schon völlig sinnlos, sei abstrus und als These schlicht unglaubwürdig.

Die zehn Gebote hatten Jehovas Anhänger außerdem nicht ganz richtig umgesetzt. Zum Beispiel aus “Du sollst nicht töten!” hatten sie gemacht: “Du sollst nicht töten – mit Ausnahme von allen, die nicht auf unserer Seite sind!”
Endlich sei Jehova auf den Gedanken gekommen, die Gebote seien in der Zehn-Teile-Fassung eventuell zu komplex für die Menschen und versuchte es mit einer abgespeckten Version. Er gab sich als sein eigener Sohn Jesus Christus aus, erregte mit dieser maximal abstrusen Pilotgeschichte (beinhaltend die ‚Unbefleckte Empfängnis’) einen Haufen Aufmerksamkeit und ersetzte die kilometerlangen Texte des Alten Testaments durch die klare deutliche Sprache des Neuen.

“Meine lieben Göttinnen und Götter, im zwanzigsten Jahrhundert schrieb ein Autor namens George Orwell ein Buch, in dem das Ministerium, in dem gefoltert und getötet wird, ‘Liebesministerium’ heißt, und diese Fiktion wurde am Anfang des 21. Jahrhunderts mal wieder Wirklichkeit, indem man Angriffe ‘Verteidigung’ nannte, Bombardierungen ‘pazifistisch’ und der Überfall auf ein anderes Land keiner war, wenn er ‘Präventivschlag’ hieß. Das Problem schien zu sein, dass Dinge nicht unbedingt sind, was sie sind.

Und so geschah es auch mit der deutlichen Sprache des ‘Gottessohns’, denn die Jesus-Fans (sie nannten sich ‘christlich’) hatten keinerlei Probleme damit, seine Poster überall aufzuhängen und gleichzeitig einige Dinge zu tun, die hier in der Folge aufgezählt werden müssen, wenn wir Jehovas psychische Dekompensation verstehen wollen..”

Zu Teil 3
Zu Teil 1

© 2011 Robert Reitz – Ein Gott gibt auf {2}

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13 Kommentare zu Ein Gott gibt auf {2}

  • MESSIAS GÜNTER WOHLMUTH

    SPRUCH DES HERRN:

    Wisset: Der HERR gibt NIEMALS auf – DER HERR IST DER HERR!

    ICH, DER HERR, HABE GESPROCHEN.

  • Zur Info. Das Gebot “Du sollst nicht töten” ist ein Übersetzungsfehler. In den hebräischen Schriften lautet dieses Gebot “Du sollst nicht morden”.
    Die hebräische Sprache unterscheidet zwischen “morden” und “töten”. Es handelt sich also um verschiedene Worte, die nachwievor auch unterschiedlich interpretiert werden. Es ist also Auslegungssache. Wird heutzutage im Namen der Herrschaft bzw. des Staates gemordet (z.B. im Krieg), dann findet das Wort “morden” diesbezüglich auch keine (offizielle) Verwendung. Demzufolge hat sich an dieser Auslegung nichts geändert. Nur, weil heute Eroberungskriege als “Krieg gegen den Terror” oder “humanitäre Hilfseinsätze” deklariert werden, handelt es sich dennoch um das Abschlachten von Menschen (siehe hierzu Orwell- Sprech).
    Im Übrigen halte ich die zehn Gebote keineswegs für ethisch oder moralisch wertvoll. Ganz im Gegenteil. Befasst man sich tiefgründig mit diesen Geboten, stellt man unausweichlich fest, daß diese Gebote in keinster Weise im Einklang mit den humanistischen Werten sind. Und das waren sie bereits in der Antike nicht. Marc Aurel, Cicero, Epikur und andere Weise beweisen dies in ihren Werken.

    • Karl

      Jo das macht für die Opfer sicher einen Unterschied, ob die jetzt gemordet oder getötet worden sind – “Hey! Ist doch gar nicht so krass Mann, bin bloß getötet worden, nicht gemordet!”

    • Dietmar

      Vielleicht begreift auch mal jemand, dass es da überhaupt nicht um Religion oder Gott geht (den es auch gar nicht gibt), sondern nur um Menschen und wie sie sich selbst und andre belügen. Darum geht’s in der Satire und sonst um nichts! Sonderbar, dass scheinbar gebildete Leute wie du, Luzi, nicht richtig lesen können. Aber wer kann das schon.

      • Bjelli

        Im Irrtum bist du.

        1. Es gibt Gott.
        2. Gott ist immer auf deiner Seite, wenn du gegen wen Krieg führst, und hilft dir zu siegen. Wenn du trotzdem nicht siegst, hilft er dir, deine Niederlage zu verstehen.

    • Hallo :twisted: Luzi :evil: ! Alter Antichrist! Endlich meldest Du Dich mal persönlich!
      Versuchst Du schon wieder die Gottgefälligen? Ich kann mir vorstellen, wieviel Spaß das macht!
      Du kennst also die Originalschrift? Und Du behauptest, die wäre in Hebräisch? Nun ja – Du mußt es wissen, denn vermutlich stammt das Original von Dir! Sprachest Du nicht Aramäisch zu Zeiten der Erkenntnis? Zumindest die Schrift hatten die Hebräer noch nicht, als Du Dich zeigtest um die Hand des Propheten zu führen …. aber Deine Wege sind uns verborgen ….Zeit und Raum existieren nur für uns Verirrte, obwohl die Kunde umgeht, daß Du hier und da beobachtet wurdest und den Jüngsten Tag vorbereitest, der nun bevorsteht – wie immer seit Beginn der neuen Zeitrechnung – sagt man.
      Doch wer Dich erkennt, der wendet sich natürlich mit Grausen ab von der Schrift, die wir glauben müssen, obschon der erste Satz, den Du den J..e sprechen läßt, eine so offensichtliche Lüge ist, daß der ganze Rest von selbst null und nichtig wird!
      (“Du sollst nicht essen von den Früchten des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen! So Du es tust wirst Du augenblicklich sterben!”) – Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, Luzi, Oh Du Bringer des Lichtes! Warum nur hast Du es an Vattenfall, EON und die Atomlobby fallen lassen? Sind dies Deine Vollstrecker? Woher soll Dein Licht kommen, wenn wir die Stromkosten nicht mehr erbringen können! So wirst Du denn zum Herrn der Nacht …Wehe über uns!

  • Ragnarök

    @Luzi:
    Was viele nicht verstehen, ist warum es die zehn Gebote gibt und wozu sie gedacht waren.
    Moses zog mit den Seinen aus Ägypten ins gelobte Land. Man kann sich gut vorstellen, dass es unterwegs viele Probleme gab. Da wurde gegenseitig gestohlen und gemordet, um irgendwelcher knapper Lebensmittel u.ä. Die Frau eines anderen wurde angebaggert und evtl. verführt oder vergewaltigt. Klar, dass auch die Jungen nicht immer auf die Eltern hören wollten usw.
    Kurz: Das Zusammenleben war ein Chaos. Um dies einigermaßen in den Griff zu bekommen, zog sich Moses zurück und dachte sich Moses einige notwendige Regeln aus und nannte sie Gebote. Da seine Mitauswanderer diese aus seinem Munde nicht akzeptiert hätten, dachte er sich den Trick aus, er habe sie von Gott diktiert bekommen.
    Der Trick hat so gut geklappt, dass viele Millionen von Menschen noch heute an die Geschichte glauben.
    Vermutlich hat Mohammed das Gleiche getan um den Seinen das Essen von Schweinefleisch, das damals einfach ein Gesundheitsrisiko war, und das Trinken von Alkohol abzugewöhnen.

    • KB

      Vermutlich hat Mohammed das Gleiche getan um den Seinen das Essen von Schweinefleisch, das damals einfach ein Gesundheitsrisiko war, abzugewöhnen

      Genau, Schweinfleisch war oft “unrein” im Sinne von “krankheitserregend”; sein Verbot war daher sinnvoll. Heute hat es keinen Sinn mehr, es wird aber von Millionen Gläubigen unreflektiert daran festgehalten.

      Ein Verhalten, das keinen Sinn (mehr) hat, nennt man übrigens neurotisch. Man kann also Religionen, die ihre eigenen Glaubenssätze nicht regelmäßig auf Sinnhaftigkeit prüfen, neurotisch nennen.

      • Lieber KB! Dein Resultat ist nicht falsch, aber wenn man sinnloses Verhalten “neurotisch” nennt, so ist jeder Mensch neurotisch! :roll: Regeln die keinen Sinn mehr machen, nennt man Dogmen. Aus Dogmen wird die Doktrin gebildet.
        Je unglaubwürdiger die Dogmen sind, desto eifriger werden ihre Verfechter!
        Jede Religion beruht auf Dogmen! So sie das nicht tut, nennt man sie eine Philosophie – wie z.B. der Buddhismus einer Philosophie entstammt und viele Naturreligionen – die Menschen versuchen sich die Welt, das Universum und alles zu erklären und philosophieren – das ist beinahe eine Wissenschaft und führt zur Weiterentwicklung – während dogmatische Ideologien das Gegenteil bewirken.
        Wenn Gesetze die Gesellschaft zerstören, anstatt sie zu erhalten, wie es in den Dunklen Zeiten in Europa gehandhabt wurde, aber ansatzweise auch von vielen anderen untergehenden Kulturen, wie z.B. von der Viererbande, von Pol Pot, von den Ägyptischen Priestern und offenbar auch von den Azteken und Maya, vom Ersten Kaiser Chinas, den Bewohnern der Osterinsel und derzeit vom globalen Imperialismus, kann die Kultur nicht überleben. Wir sehen heute, daß man als störendes Element oder gar Terrorist gilt, wenn man die Doktrin der NWO anzweifelt, obwohl sie offensichtlich in den Abgrund führt. Gebetsmühlenartiges Wiederholen sinnloser Sätze und ständige Verbreitung von oberflächlichen, leicht zu widerlegenden Dogmen ist längst zum Ritual geworden, bestimmt unser Leben und verhindert jeden Fortschritt, da auch die Wissenschaft mehr und mehr zur Heilslehre verkommen ist, da die Medien, die zur Verbreitung dieser Dogmen dienen,als auch die Lehr- und Forschungseinrichtungen in den Händen einer sehr kleinen Elite sind, die die Dogmen kreiert und damit den Weg zu Veränderungen blockiert – weltweite Stagnation ist das Ergebnis! (Vielleicht mit Ausnahme Chinas – die haben eigene Mediensatelliten – was aber kaum helfen kann, da diese Kultur aus anderen Gründen stagniert). Stagnation ist kein Stillstand, sondern Rückschritt! Man versucht uns weiszumachen, daß die Speicherkapazität von Festplatten und der Anstieg von Börsenkursen “Entwicklung und Fortschritt” ausdrücken! Da das allgemein akzeptiert und kaum hinterfragt wird, ist der geistige und kulturelle Verfall der Gesellschaft deutlich erkennbar!
        :shock: Eigentlich wollte ich nichts Ernstes schreiben!
        :oops:

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