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Ein Gott gibt auf {3}

Gott | Photo: Public DomainJesus erzählte, dass vor Gott alle Menschen gleich seien: Warum also nicht Frauen für ein paar unwesentliche Jahrhunderte unterdrücken und von Kirchenämtern ausschließen (es sind eben alle Menschen außer den Frauen gleich)?

Jesus erklärte, eher komme ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich: Warum also nicht gewaltige Besitztümer scheffeln und feiste Kathedralen bauen zu Gottes Lob, während die Bevölkerung vor Hunger Gras und Erde frisst?
Jesus plädierte für Toleranz und Friedfertigkeit: Was hat das aber zu tun mit einer kleinen Inquisition nebst netten kleinen

Scheiterhaufen-Parties?
Jesus plädierte, auch seine Feinde zu lieben, denn alle Menschen seien Gottes Kinder: Warum aber deshalb gleich übertreiben und auf den Spaß verzichten, ein paar wirklich kaum erwähnenswerte Kreuzzüge zu führen, wenn es sich nur um Heiden handelt, denen man die Schädel einschlägt? Und es im Namen des Herrn ist?
Jesus forderte, auch seinen Feinden zu verzeihen, eventuell sogar die andere Wange hinzuhalten: Na ja, verzeihen schon, alles klar, aber doch nicht den Uneinsichtigen, stimmt’s? Den Bösen, die es nicht anders verdienen, als vernichtet zu werden?

Meine Damen und Herren Götter, es gibt auf dem Planeten trotz des Aufrufs des ‘Gottessohns’ zu absoluter Gewaltlosigkeit christliche Milizen und Militärpfarrer. ‘Christliche Milizen’ ist aber ein Ausdruck wie ‘trockenes Wasser’: Es kann nicht existieren, ebenso wenig wie ein ‘heiliger Krieg’. Weil ein Krieg ebenso wenig heilig sein kann wie Wasser trocken.
Am ‚besten’ war es für Jehova immer dann, wenn zwei Völker, die sich beide christlich nannten, vor einer ihrer blutigen Schlachten um Gottes Beistand beteten, weil sie beide für seine Sache kämpften – und zwar gegeneinander.
Was würden Sie tun in einer solchen Situation, wenn Sie zuständiger Gott wären? Sich krankschreiben lassen? Sich volllaufen lassen?

Kommen wir nun zur Kernaussage unseres Freundes Jehova als Jesus Christus, damals in Nordafrika. Er versprach, es wäre ein echter Spaß, zu leben, falls die Menschen dies machten: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
Ein klares Gebot. Warum nur machten es die Menschen nicht einfach so?
Nach Jahrhunderten der Ratlosigkeit hatte mein Klient dann, nachdem er wieder einmal ein fürchterliches, aber gerechtes, ihm zu Ehren veranstaltetes Gemetzel mit anschauen musste, die Idee, die alles erklärte: Indem die Menschen sich gegenseitig folterten und unterdrückten, vergewaltigten und töteten, missachteten sie das Gebot gar nicht, sondern: Sie befolgten es! Sogar wortgetreu! “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!”, hieß es. Taten sie nicht genau das? Die ganze Zeit über?

Nur, auf was hoffte Jehova danach noch? Ich sage es Ihnen. Er hoffte immer noch auf den Verstand, die Ratio, auf das sich allmähliche Zivilisieren der Menschheit, auf die Einsicht der einfachsten Kausalzusammenhänge: Dass man mit Unterdrückung, Demütigung und Hass Leute generiert, die wieder hassen und einem auf die Schnauze geben müssen.

Und dann passierte es, meine Damen und Herren, vor kurzem: Zwei der zivilisiertesten Völker des Planeten, auf die alle Hoffnungen meines Klienten ruhten, die fortschrittlichen Amerikaner und Europäer, haben 2000 Jahre nach Christus wieder mit Kriegen gegen das Böse begonnen”, sagte Schizos. “Der Führer der Amerikaner ist der Auffassung, die Stimme Gottes zu hören, die ihn per Telefon auffordert, die Bösen zu vernichten, und er befiehlt seinen Truppen, aus Nächstenliebe Bomben abzuwerfen. Es ist genug. Jehova … gibt auf.”
Alle blickten auf das göttlich zitternde Bündel, das neben Schizos saß und an seinem Maulkorb kaute.

Die Vorsitzende erhob sich und sprach: “Anarchos, der Rat ist der Meinung, dass du auf deinem Planeten – Paridaes – nicht mehr gebraucht wirst. Du hast es dort geschafft, dich selbst überflüssig zu machen, was die Aufgabe jedes vernünftigen Gottes sein sollte. Deine Bevölkerung ist erwachsen geworden, es läuft ohne Gebote dort. Du übernimmst ab sofort Die Erde und berichtest in zwanzig Jahren, was du erreicht hast. Die Versammlung ist beendet.”


Zwanzig Jahre später. Die Vorsitzende erhob sich…

Zum letzten Teil
Zu Teil 1

© 2011 Robert Reitz – Ein Gott gibt auf {3}

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4 Kommentare zu Ein Gott gibt auf {3}

  • Gockeline

    Ja,der liebe Gott wußte wie wichtig Frauen für die Familie sind und wollte sie nicht in die feindliche Welt schicken.
    Sie sollten in Ruhe die nächste Generation groß ziehen.
    Die Frauen verstanden das nicht oder falsch,
    weil sie wie die Männer zu Rum,Geld und Karriere
    kommen wollten.
    Männer erkannten nicht ws Frauen in Familien geleistet hatten.
    Sie waren nicht nur Hausfrauen wie man es abwertend hinstellte.
    Sie hielten die Familien zusammen.
    Pflegten die Alten und Kranken,das heute der Staat mit viel Geld machen muß.
    Und sie versuchten immer noch zusätzlich Geld zu verdienen.
    Heute jammern alle, weil alle gestresst sind.
    Alle andere vorgeschobene Gründe beruhen auf der selben Weise.
    Der Mensch versteht nicht was wirklich gut für ihn ist.
    Die Schuld sucht er immer bei Gott.

  • Hans

    weil sie wie die Männer zu Rum, Geld und Karriere

    Hehehe, genau! Geld jetzt weniger und Karriere igitt, aber mit RUM kannste mich locken!

  • wartenauf

    ist doch gut das der mensch die schuld immer bei gott sucht. du bist ein gott und kreierst deinen eigenen voodoo.wo willst du also sichen wenn nicht bei dem gott in dir.

  • Runner

    Anarchos, der Rat ist der Meinung, dass du auf deinem Planeten – Paridaes – nicht mehr gebraucht wirst. Du hast es dort geschafft, dich selbst überflüssig zu machen, was die Aufgabe jedes vernünftigen Gottes sein sollte. Deine Bevölkerung ist erwachsen geworden, es läuft ohne Gebote dort.

    Ehrlich, das ist ein genialer Absatz, der alles auf den Punkt bringt. Sind die Gottesbilder und Religionen nicht tatsächlich die von kleinen Kindern, die einen Vater brauchen? Schlagen wir uns nicht die Schädel ein, weil wir unreif und ohne Verantwortung sind? Wir machen ja sogar den Planeten kaputt im vollsten Wissen, was wir tun!

    Sehr intelligenter Text! Weiterverbreiten! allen christlichen, moslemischen und politischen Fundamentalisten widerstehen – es sind streitende und (da meist bewaffnet) tötende egozentrischen Kinder!

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