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Antispeziesismus

Frauen und ihre Möpse

Mops © Thorsten Freyer / PIXELIO / www.pixelio.deFreuen Sie sich! Bei Ihrem nächsten geselligen Beisammensein mit Ihren Kumpels vom Modellbauschiffchen-Verein können Sie mit einem Wort angeben, das von denen bestimmt noch keiner kennt, und zwar mit dem Antispeziesismus. Ich erkläre das jetzt nämlich. Antispeziesismus ist, wenn man die Ansicht vertritt, dass von all den lieben Geschöpfen auf unserer schönen Welt keines dem anderen überlegen ist, sondern dass ein jedes gleich viel wert ist wie das andere.

Ich kann das zwar, wie ich finde, doch sehr gekonnt und hübsch erklären, dennoch würde ich mich selbst nicht als Antispeziesistin bezeichnen.

Ich denke schon, dass es überlegene Spezies gibt, ich habe nämlich Katzen, und die sind z. B. Männern deutlich über. Jedenfalls mein Kater Flori ist den Männern deutlich über. Mein Kater Flori hat innerhalb kürzester Zeit das vollbracht, wovon Heerscharen ikeageschädigter Männer nur in Momenten tollster Kühnheit träumen können: Er lebt in einem weitgehend dekofreien Singlefrauenhaushalt. Durch beharrliches Herunterschmeißen sämtlicher frei zugänglicher fragiler Gegenstände ist es ihm gelungen, in mir die Erkenntnis reifen zu lassen, dass ein geordnetes Zusammenwirken von Katern, fragilen Gegenständen und der Erdanziehungskraft von der Physik physikalisch wohl nicht vorgesehen und deshalb in dieser Konstellation zu vermeiden ist.

Möpse © Thorsten Freyer / PIXELIO / www.pixelio.deWenngleich ich, was die Physik betrifft, also durchaus einsichtig bin, so hat mich doch die Biologie mit zwei X-Chromosomen ausgestattet. Anders als die Physik hat ja die Biologie einen drangvollen Hang zum Triebhaften, dem sich auch ein so wacher Geist wie ich nicht immer entziehen kann, weswegen ich mich gegen alle wissenschaftliche Vernunft und Erkenntnis immer wieder in Dekoläden wiederfinde. Das ist verachtenswert und primitiv, zumal man in jenen Konsumtempeln des nutzlosen Tands derzeit in nicht nachvollziehbarem Umfang und Ausmaß mit Möpsen konfrontiert wird. Dekoläden haben diese Tendenz zu nicht nachvollziehbaren Umfängen und Ausmaßen. Eine Zeitlang umfingen sie Elfen, dann waren es Rosen, zwischendurch mal Kühe, und jetzt sind es Möpse. Möpse aus Porzellan, Möpse aus Polyresin, Möpse mit Glitter und Krönchen und Samtbeflockung, Möpse in allen Größen und Farben. Die reinste Mopshölle.

Auch daran ist die Biologie schuld. Die Biologie hat das Kindchenschema erdacht, und weil selbst Word nicht weiß, was das Kindchenschema ist (Word macht ein rotes Schlängelchen unter das Kindchenschema, sobald man Kindchenschema tippt), erkläre ich auch das. Ohne Kindchenschema wäre die Menschheit niemals in diese ganze Bredouille mit der Nahrungsmittelknappheit, der Überbevölkerung und der Rentenproblematik gekommen. Stellen Sie sich mal vor, Sie gebären nach neun Monaten voller Harndrang und Hämorrhoiden etwas, das schon ein Gesicht hat wie ein Vierzehnjähriger, so mit Zahnspange, und Akne und fettigen Haaren. Und das schreit dann noch die ganze Nacht und ist zu allem Überfluss auch noch inkontinent. Das würden Sie nicht haben wollen! Darum hat sich die Biologie den schlauen Geniestreich mit dem Kindchenschema ausgedacht und das Design neugeborener Menschen dem von Hello Kitty abgeguckt. Menschen haben, wenn sie auf die Welt gepresst werden, dicke Köpfe mit kleinen Ohren, und Nasen dran und riesigen Glubschaugen dran vorne, und darum schmeißt man sie gegen alle Vernunft nicht gleich weg, genau wie Hello Kitty.

© nimkenja / PIXELIO / www.pixelio.deDiesen Geniestreich der Biologie wiederum macht sich die mopsproduzierende Industrie zunutze, indem sie nun das von Hello Kitty inspirierte Kinddesign ihrerseits auf den Mops überträgt. Wer wegen ein paar Glubschaugen Gebrüll und Gestank in Kauf nimmt, dem kann man auch samtbeflockte Glittermöpse andrehen, denkt sich die perfide Marketingstrategieabteilung der mopsproduzierenden Industrie und lacht sich ins hinterlistige Verkaufspsychologenfäustchen.

Und hier offenbart sich uns das ganze tragische Ausmaß jener Unvereinbarkeit von Natur und Zivilisation, welche unsere moderne Welt auseinanderzureißen droht. Denn was einst von der Biologie so feinsinnig erdacht wurde zum Wohle des Fortbestehens unserer gefährdeten Art erdacht wurde, das wird nun von der Profitgier der mopsproduzierenden Industrie auf zynische Weise ad absurdum geführt! Eingedenk der Mopsflut in den Dekoläden: Was denken Sie, wie wird die Menschheit fortbestehen, wenn eine Frau demnächst auf die Frage eines fortpflanzungswilligen Mannes: „Zeigste mir mal deine Möpse?“ freudig mit „Au ja!!!“ antwortet?

© 2011 Bianka Tewes – Frauen und ihre Möpse

Fotos: © Thorsten Freyer | © nimkenja / PIXELIO

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5 Kommentare zu Frauen und ihre Möpse

  • Der Josy

    Eine vage Hoffnung beseelt mich. Wie es mit Möpsen bestellt ist, weiß ich (glücklicherweise) nicht, jedoch Hello Kitty-Figuren haben keine Geschlechtsteile. Das habe ich überprüft. Somit werden diejenigen, die mit Hello Kitty-Figuren spielen, automatisch nicht im Umgang mit Geschlechtsteilen vertraut und scheitern später im Leben beim Versuch, sich fortzupflanzen. Da ist die Selektion der Natur ohne Gnade! – Hello Kitty ist zum Aussterben verurteilt!

    Ich hoffe sehr – für die Menschheit – dass mir da kein Denkfehler unterlaufen ist!

    ..
    P.S.: Über Ihren Text indes habe ich mich sehr amüsiert, werte Frau Tewes!

  • Waters

    Die armen Viecher sehen aus als hätte man mit ihrem Gesicht eine Tür eingeschlagen. Sind doch hingezüchtet vom Menschen. Wer das getan hat, sollte selbst mit so einem Mopskopf rumlaufen müssen.

  • stinkmichel

    “Darum schmeissen wir sie gegen alle Vernunft nicht gleich weg”, wie geil, ich musste echt lachen.
    Klasse Text.

    Und ach, hei Jossy. Hello Kitty gibts auch mit Geschlechtsteilen, ich hab da neulich, ganz zufällig, so einen Film mit japanischen Mädchen gesehen, da hatte Kitty ein Teil, boa, größer als die Katze selbst.

  • Heute Nacht werde ich von Möpsen träumen…

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