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Grauzonen, wohin man blickt

Grauzonen | © Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / PIXELIO / www.pixelio.deAch ja, früher war alles so einfach und überschaubar. Alles war irgendwie klar in richtig und falsch einzuordnen. Doch heutzutage weiß man bei so vielen Dingen nicht mehr, sind sie jetzt gut oder schlecht oder mal so oder auch doch ganz anders oder kommt immer drauf an wer was wann wo dazu sagt.

Zum Beispiel das Internet: Ist das nun Fluch oder Segen? Denn das Internet verursacht – wie ich kürzlich in der Zeitung las – so viel CO2-Ausstoß wie der gesamte Flugverkehr. Sollte man das Internet also besser meiden? Aber dann könnten Sie ja auch diesen Text hier nicht lesen.

Und was ist mit den ganzen Errungenschaften, die das Web so mit sich gebracht hat? Vom bequemen Einkaufen vom Sofa aus über den wissenschaftlichen Austausch bis zu ganz speziellen Kontaktbörsen für 1,93 m große südwestnamibische Hobby-Fischzüchter ohne Abitur. Oder sollte man sich generell entscheiden, ob man fliegt oder surft? Beides wäre wohl verantwortungslos. Oder nicht?

Ebenfalls in der Zeitung las ich, dass man möglichst viel Sex haben sollte. Dies sorge für ein langes Leben, statistisch bewiesen. In derselben Zeitung stand jedoch auch, dass die Japaner die höchste Lebenserwartung hätten, aber auch den wenigsten Sex. Also was soll man jetzt glauben und wie soll man sich verhalten? Viel Sex oder wenig oder am besten nur noch Sex mit Japanern? Und wo lerne ich jetzt auf die Schnelle eine Japanerin kennen?

© Christian Seidel / PIXELIO / www.pixelio.deAuch Handys sind zurzeit wieder stark in der Diskussion, seitdem sie von der WHO auf die Liste der potenziellen Krebserreger gesetzt wurden. Man könne nicht ausschließen, dass viel Telefonieren mit ihnen zu Hirntumoren führe, so hieß es. Müssen wir also bald alle unsere geliebten Handys wegwerfen? Dabei hatte ich gerade erst ein iPhone bestellt, weil Apple ja sowieso erst dann Ruhe gibt, wenn jeder Erdenbürger mindestens ein iPhone sein eigen nennt. Denkbar wären natürlich auch Aufkleber auf den Handys wie die auf den Zigarettenpackungen: „VORSICHT! Häufiges Telefonieren mit dem Handy kann zu Gehirntumoren führen! Rufen Sie also nicht wegen jedem Scheiß an!“

Und während ich noch all diesen Gedanken nachhing, offenbarte mir meine Frau, dass wir einen Tigerschnegel im Garten hätten. Und dass dieser nützlich sei und ich ihn nicht töten sollte. Nicht, dass ich zum Töten neige, nein, ganz und gar nicht. Aber ich vermutete ihn, also den Schnegel, schon eher bei den Schädlingen, bei denen ich dann doch schon hin und wieder – ich gebe es zu – zum Terminator werde.

Nicht dass ich meiner Frau misstraute, aber das wollte ich dann doch genauer wissen. Und während ich noch die Suchmaschine aufrief, überkam mich auch schon das schlechte Gewissen, hatte ich doch kürzlich erst gelesen, dass eine einzige Internetsuche so viel Strom verbraucht, wie eine Energiesparlampe in einer ganzen Stunde. Können Sie sich noch erinnern, wie Sie als Kind mit dem Lichtschalter rumgespielt haben und das Licht immer wieder an und aus geknipst haben, obwohl Sie ganz genau wussten, dass man das nicht macht und es nur Strom verschwendet? Kommen Sie also ja nicht auf die Idee, jetzt nach dem Tigerschnegel zu googeln!

Ach, ist dass alles schwierig heutzutage. Ich würde manchmal am liebsten mit dem Tigerschnegel tauschen.

© 2011 Guido Heyn – Grauzonen, wohin man blickt

Fotos: © Gerd Altmann/AllSilhouettes.com | © Christian Seidel / PIXELIO

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6 Kommentare zu Grauzonen, wohin man blickt

  • Geschnetzeltes

    Da bin ich ja wegen der ganzen energie echt froh, dass ich google erst gar nicht benutze. Ich benutz das internet ja nur wegen der tierpornos und um bei isharegossip über meine Freunde abzulästern.

  • Habnix

    Man bringt Sachen in Verruf(diskreditiert)möchte man doch gerne etwas damit bezwecken.

    Vielleicht will man in Wahrheit das die Menschen nicht aufwachen.Wenn ich mir Umweltfreundlich den Strom selbst produziere und damit ein Internet betreibe können sie nicht mehr so was erzählen.Dann käme höchsten der Hinweis es könnte Krebs(Cancer)erzeugen.

    Nehmen wir zum beispiel das gute alte Packetradio,die Technik funktioniert mit CB-Funkgerät und einem dazu gehörigen Funkmodem,das man an den Personalcomputer(älteres Baujahr oder mit Adapter COM1 oder COM2 Anschluss an den PC) anschließt und an das Funkmodem das am PC angeschlossen ist wird das CB-Funkgerät angeschlossen.Fertig ist das Private Internet mit dem zwar nur texte verschicken kann aber was solls wir hatten ja auch mal nur BTX(Bildschirmtext).

    So,glaubt irgend einer das wenn das heutige Internet in Verruf gebracht wird,die Blogger würden dann verstummen?Nee,ne! Das Information Zeitalter lässt sich nicht mehr zurück drehen. Basta! :mrgreen: :twisted:

    • Dizi

      Ein Zeitalter lässt sich sowieso nicht drehen. Du kannst es aber zerschneiden und in kleine Tüten verpacken. Und dann vergrab es in der Erde hinter’m Apfelbaum, gleich neben der Stelle, an der schon dein Verstand unter der Erde liegt.

  • stinkmichel

    Ich habs stellvertretend für alle getan.
    Der Tigerschnegel (Limax maximus), auch Großer Schnegel oder Große Egelschnecke genannt, ist eine 10 bis 20 Zentimeter lange Nacktschnecke aus der Familie der Egelschnecken. Sie ist in Europa weitverbreitet und inzwischen fast weltweit in die gemäßigten Breiten verschleppt worden. Der Tigerschnegel erreicht ausgestreckt eine Länge bis 13 cm, andere Autoren geben sogar eine Maximallänge bis 20 cm an. Er weist auf hellbraunem oder hellgrauem Grund ein unregelmäßiges, dunkles Fleckenmuster (auf dem Mantelschild) bzw. ein Streifenmuster auf dem Fuß auf.

    Und für das Geschnetzelte mit seinen Tierpornos ganz oben:
    Alle Schnegel und damit auch der Tigerschnegel sind Zwitter und verfügen somit jeweils über einen männlichen und weiblichen Genitalapparat. Die verschiedenen Arten haben teilweise eine komplizierte und ausgeklügelte Fortpflanzungsstrategie mit komplexen Paarungsspiel. Die Tigerschnegel sind nach etwa 1 1/2 bis 1 3/4 Jahren geschlechtsreif. Beim Paarungsspiel umschlingen die Partner einander und seilen sich dann an einem bis zu 40 cm langen Schleimfaden ab. Der Austausch der Samenpakete erfolgt mittels weniger als körperlanger Penisse, mit denen die Samenpakete übertragen werden. Anschließend wird das Samenpaket in die Geschlechtsöffnung eingeführt, wo dann die Befruchtung der Eier stattfindet. Aber auch Selbstbefruchtung wurde, zumindest in Gefangenschaft, ebenfalls beobachtet.
    Geil!

  • anon

    Du wurdest besucht von Anonymous we do not forgive – we do not forget – expect us 1315695790

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