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Guttenberg

Beliebtheitsminister tritt zurück!

Foto: © Offizielle Homepage: Karl-Theodor zu Guttenberg | www.zuguttenberg.deDeutschland trauert! Denn unsere große Polit-Hoffnung, der Minister der Herzen, Karl-Theodor zu Guttenberg ist an seiner Plagiatsaffäre („Copy-Paste-Affäre“) gescheitert und von seinem Amt als Verteidigungsminister zurück getreten.

Auf der Höhe seiner politischen Popularität hinterrücks dahin gemeuchelt von einem feigen Medienmob prinzipientreuer Paragraphenreiter! Und das nur, weil er in seiner Doktorarbeit ein klein wenig abgeschrieben und vergessen haben soll, die Quellen kenntlich zu machen. Meine Güte, schließlich soll er doch rund 20% der Arbeit selbst verfasst haben!

Lieber Medienmob, wenn wir jeden Politiker, der mal ein bisschen schummelt, lügt, betrügt oder veruntreut gleich aus dem Amt jagen, dann bleibt ja bald niemand mehr übrig, der den Job noch machen kann!

Außerdem hatten wir mit Herrn zu Guttenberg endlich einmal einen beliebten, jungen und vor allem dynamischen Politiker. Stellen Sie z.B. mal Wolfgang Schäuble daneben! Und man jagt ja schließlich Lena Meyer-Landrut auch nicht gleich aus dem Grand-Prix, bloß weil sie ihre Songs nicht selbst schreibt.

Doch warum war der Herr Minister zu Guttenberg eigentlich so beliebt? Als er vor 2 Jahren zunächst ins Amt des Wirtschaftsministers berufen wurde, schnellten seine Beliebtheitswerte in solch astronomische Höhen, dass selbst Captain Kirk vor Neid erblasst wäre. Doch was hatte er bis dahin eigentlich für unser Land und seine Bürger getan? Was rechtfertigte seine große Beliebtheit in der Bevölkerung?

Sicher, er hatte sich gleich bei seinem Amtsantritt zu Gunsten der „erwiesenermaßen effizient arbeitenden Märkte“ und gegen Mindestlöhne ausgesprochen. Aber das tun andere Politiker ja auch, daran allein kann es also nicht gelegen haben.

Sarkastische Zeitgenossen argumentieren, dass er bis dato zwar nichts für das Volk getan hatte, aber eben auch noch nichts dagegen. Die Redaktion möchte sich von solchen kulturzynischen Betrachtungsweisen jedoch ausdrücklich distanzieren.

Auch möchten wir nicht die Auffassung teilen, die Beliebtheit Guttenbergs korreliere positiv mit seinem Gespür für stilvolle Gelfrisuren oder seiner latenten Ähnlichkeit mit Lothar Mathäus.

Vielleicht liegen die Gründe für die große Popularität ja in seiner sozialen Herkunft? Herr zu Guttenberg entstammt einem Adelsgeschlecht aus Franken: Der Vater ein Freiherr von und zu, die Mutter eine Gräfin, geschätztes Familienvermögen etwa 400 Mio. Euro.
Ein Durchschnittsbürger also – einer wie Sie und ich. Jemand, der sich praktisch aus dem Nichts nach oben gearbeitet hat. Damit kann der Wähler sich identifizieren und davon ausgehen, dass seine Interessen optimal vertreten werden.

Doch woran es letztlich auch liegen mag, dass Herr zu Guttenberg in der Öffentlichkeit so beliebt ist, es wird ihm bei seinen nächsten Karriereschritten sicherlich von Vorteil sein. Auch falls er sich aufgrund der Plagiatsaffäre in der Politik nicht mehr etablieren kann – schließlich gibt es noch andere Möglichkeiten, als Vertreter unseres Landes in den Medien präsent zu bleiben. Zum Beispiel als Kandidat bei „Deutschland sucht das Supermodel“ oder zusammen mit Lena Meyer-Landrut beim nächsten Grand Prix. Dort ist Originalität zumindest keine zwingende Voraussetzung. Wollen wir nur hoffen, dass wir ihn nicht eines Tages im Dschungelcamp wiedersehen müssen!

© 2011 Slamek Oswalek: Guttenberg – Beliebtheitsminister tritt zurück!

Foto: © Offizielle Homepage: Karl-Theodor zu Guttenberg | www.zuguttenberg.de


Quellen und weiterführende Informationen:
Offizielle Homepage: Karl-Theodor zu Guttenberg | Verantwortung verpflichtet
Spiegel Online: Video der Rücktrittsrede
Wikipedia: Karl-Theodor zu Guttenberg
GuttenPlag Wiki (Untersuchung zu den Plagiatsvorwürfen)


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13 Kommentare zu Beliebtheitsminister tritt zurück!

  • Tommy

    Hey, es glaubt doch niemand im Enrnst, dass wir den noch mal loswerden? Sicher, er ist erstmal aus dem Bundestag weg, das stimmt. Aber Leute wie er sind wie ein unbenötigter Pickel – die tauchen dann nach kurzem einfach an andrer Stelle wieder auf…

  • stinkmichel

    Lieber Herr Oswalek,

    bei dieser Satire haben Sie eindeutig abgeschrieben, und zwar mindestens zu 80%. Dem Sinn nach ist Ihre Satire bereits mehrfach in dem beliebten Witzblättchen “Bild” erschienen.
    Wir fordern Sie daher zum Rücktritt aus der Redaktion von Satire-Clips auf.
    Bei Ihrer Abdankung erhalten Sie selbstverständlich noch einen Zapfenstreich als Ehrenbezeugung.

    Ihre Leser

    • Slamek Oswalek

      Lieber stinkemichel,

      dann bleibt mir wohl nur zu hoffen, dass bald bei Facebook auch jemand eine “Wir wollen Oswalek zurück”-Initiative startet.

      Facebook: Wir wollen Guttenberg zurück (kein Witz!)

      Und neuerdings auch
      Facebook: Wir wollen Guttenberg nicht zurück

      • Mr. World

        Guttenberg spendet sein Gehalt an Familien der toten Soldaten???

        Wie widerlich kann eine PR-Aktion eigentlich werden?
        Gibt’s da irgendeine Begrenzung?
        Durch annähernd menschliche Gefühle – sagen wir: Schamgefühl? Ehrfurcht?

        Schade dass es hier kein Kotz-Emoticon gibt….

        • TerrorTwins

          Da müssten ja die Leute so klar denken können, das sie sich folgende Frage stellen können: Wenn es dem Herrn G. um die Familien der toten Soldaten geht, warum kann er das nicht machen, ohne es an die große Glocke zu hängen? Richtig, weil es um die Außenwirkung geht und nicht um Sache; un der nicht einen Euro geben würde, wenn er es nicht nötig hätte oder wenn es keiner mitbekäme. Bitter ist nur, dass er etwas dermaßen offensichtlich peinliches tun kann – und die Leute dennoch drauf reinfallen.

  • Karl-Arsch

    Gemeiner Text :mrgreen: Frage mich wer schlechter wegkommt, Guttenberg oder die Wählerschaft.

  • Contrapparat

    Der wird Nachfolger von Thomas Gottschalk bei „Wetten dass…?“ !
    Eine erste Wette hat er ja schon selbst gewonnen: “Wetten, dass ich ohne Eigenleistung zum populärsten Politiker Deutschlands werden kann?” Grundvoraussetzung als Moderator wäre somit erfüllt!

  • Rea

    Wohin ist der verschossene Elfmeter verschwunden? Den wollte ich anschauen und finde ihn nicht mehr :-( (

  • Ich denke die Causa Guttenberg ist von Tag zu Tag besser! Korruptes Land in fortgeschrittener Form! Am Saturday demonstrieren 3000 Menschen für den hochgeborenen ex Dr. und Kabinettsmitglied. Jetzt erhält er die wichtigsten Weihen und Würden des Staates. Ungerecht, oder? Ich bin Experte in dem Thema und bin euch bei Fragen auf http://www.the-ba.net – Die besten Antworten auf deine Fragen behilfreich.

  • Bitte melde dich

    Ich glaube, dass hier der Kaiser-Barbarossa-Effekt vorliegt:
    Der Traum vom starken Mann, der das einfache Volk von seinen Ausbeutern wie Anwälten, Vermögensberatern und höheren Töchtern befreit.
    Die Ausbeuter sehen das ganz anders:
    Was hat dieser Gesalbte, was wir nicht haben?
    Bei seinem zweiten Auftritt, in einem Jahr, muss die Regie irgendwas anders machen. Es muss die Händler, Geldwechsler und anderen Sünder ansprechen.

    Was muss die Regie bei Theodors zweitem Anlauf im Jahre 2012 besser machen?
    Bitte senden Sie uns Ihre ernstgemeinten Vorschläge.

  • TerrorTwins

    Am besten wir stellen, erstmal nur so aus Spaß, auf den Marktplätzen unserer Städte wieder Guillotinen auf. Nur damit die kapitalistischen Ausbeuter daran erinnert werden, was es so für Möglichkeiten gibt, wenn sie es noch bunter zu bunt treiben.

  • Russe

    Bevor ich Guttenberg und Konsorten wählen würde (und dazu zählt auch diese unselige FDP-Hohlpuppe Rösler) würde ich mir lieber einen rostigen Angelhaken in den After schieben.

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