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Pferdefleisch-Skandal-Total: Der Schlachthof ist kein Ponyhof

Pferdefleisch Skandal Ponyhof © Jessica Konrad / PIXELIO / www.pixelio.deDas Pony steht im Streichelzoo,
Es wird des Lebens nicht mehr froh.
Wie nervt es das Gestreicheltwerden!
Dazu ist’s doch nicht da auf Erden!

Tagein, tagaus die Kinderschar
Reißt ihm brutal am Ponyhaar.
Gibt ihm Bonbons und setzt sich drauf;
Die Bonbons bläh’n den Ponybauch.

Das Pony, traurig und malad‘
Beißt einem Kind den Finger ab.
Das macht man nicht als Streicheltier.
Nun muss das Pony fort von hier.

Das Pony wird verklappt zum Schinder,
Der schindet aber lieber Rinder.
Die Kundschaft isst bevorzugt Rind.
Weil Ponys viel zu niedlich sind.

Irres Pony Pferd © später / PIXELIO / www.pixelio.deDas Pony steht nun sinnlos rum.
Das ist dem Schinder auch zu dumm.
Im Süden isst man Ponys gerne,
So reist das Pony in die Ferne.

Im Schlachttransporter ist es heiß
Und üppig rinnt der Ponyschweiß.
Dem Pony wird ganz schwindelig,
Das ist beim Stehen hinderlich.

Vor Schwäche knickt das Pony ein
Und bricht sich so ein Ponybein.
Dies sieht der Fahrer voller Wut.
Kaputte Ponys sind nicht gut.

Man kann sie aber heile machen,
Dafür hat er im Koffer Sachen.
Ein kleiner Piekser in den Po,
Auf einmal ist das Pony froh.

Es tänzelt träumend von der Rampe,
Und kriegt auch gleich eins auf die Lampe.
Stumpf fällt es hin, zuckt und ist tot.
Das Ponyblut rinnt warm und rot.

Das Pony wird nun flugs entbeint,
Und dann sogleich mit Rind vereint.
Denn Ponyfleisch gibt’s fast für lau,
Viel billiger als Rind und Sau.

So reist das Pony transformiert
Und falsch als Rindfleisch deklariert,
Zurück in Richtung Heimatland,
Wo’s als Lasagne Ruhe fand.

Die Kinder in dem Streichelzoo
Sind ohne Pony gar nicht froh.
Warum gibt’s nur kein Pony mehr,
So fragen sie und weinen sehr.

Die Mutter nimmt sie bei der Hand
Und führet sie zum Imbissstand.
Sie stopft ihnen das Futterloch:
Nun haben sie ihr Pony doch!

So jammert nicht, ihr lieben Kleinen:
Wer wird denn um ein Pony weinen!
Was man geliebt, das kehrt zurück,
Wenn auch nicht ganz an einem Stück.

© 2013 Bianka Tewes – Der Schlachthof ist kein Ponyhof

Fotos: © Jessica Konrad | © später / beide PIXELIO

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15 Kommentare zu Pferdefleisch-Skandal-Total: Der Schlachthof ist kein Ponyhof

  • Volker

    Ganz schön böses Gedicht :shock:

  • Angelika

    Ist doch alles scheinheilig. Wieso regt ihr euch so auf, Pferdefleisch zu fressen? Ihr fresst doch auch Schweinefleisch. Schweine sind wesentlich intelligenter als Pferde, etwa wie Hunde, und werden doch gezüchtet und aufgeschlitzt als ob’s Gegenstände wären und nicht Lebensformen, die leidensfähig sind. Sehen nur nicht so süüüüß aus wie Ponys. Das ist das Unglück dieser Viecher. Wer Schweine misshandelt und frisst kann auch Hunde und Pferde fressen, meine Meinung!

    • Bianka

      Liebes Frl. Angelika,

      Sie haben sich da wohl aufgrund Ihres momentanen Erregungszustandes in der zu kommentierenden Seite geirrt. Dies ist gar nicht die Homepage der Hippophilen Carnivorenfront!

    • AgentUrgent

      Die Pferedefleisch-Skandal-Debatte geht ja weniger darum, ob man nun auch Pferde essen möchte oder nicht, sondern vielmehr darum, dass das ganze Zeugs offenbar mit Absicht zur Konsumententäuschung falsch deklariert ist. Wenn Rind drauf steht, dann sollte auch Rind und nicht Pferd oder Schwein drin sein. Ich kauf ja auch keinen Schnaps und da is dann Bier drin und dann sagt der Einzelhändler “Was stellen Sie sich an, wenn Sie Schnaps saufen, dann können Sie ja wohl auch Bier saufen”.

      • Bianka

        DAS wäre allerdings ein Skandal, der einen sofortigen Volksaufstand zur Folge hätte. Allein die Vorstellung – grauenhaft!

      • Der Josi

        geht ja weniger darum, ob man nun auch Pferde essen möchte oder nicht, sondern vielmehr darum, dass das ganze Zeugs offenbar mit Absicht zur Konsumententäuschung falsch deklariert ist

        Leider fehlt da der fleischerzeugenden u. -verarbeitenden Industrie jeglicher Mut, offensiv neue Wege zu gehen. Alte Bärte müssen ab. Ab sofort sollte man alles offen züchten, schlachten und essen dürfen, was man essen kann – ohne überholte moralische Einschränkungen! Weg mit falscher Scham! (-> siehe auch Vorschlag Oswalek)

  • Slamek Oswalek

    Ich weiß ebenfalls nicht, was ihr euch alle so über das Thema aufregt. Ich würde auch sofort Menschenfleisch essen, wenn das bei Rewe oder Aldi im Regal läge. Aber natürlich nur Bio-Menschenfleisch!

    Und da kam mir gerade eine Idee: Wir haben ja eh Überbevölkerung. Da könnte man doch z.B. gut die Menschen aus der dritten Welt – die ja praktisch ganz automatisch als Bio-Ware sterben – anschließend zu Bio-Hack verarbeiten. Ist doch besser, als die einfach im Boden zu verscharren, wo sie uns nicht mehr von Nutzen sind. Und irgendwelche, für uns Konsumenten schädliche Rückstände von Medikamenten, wie Schmerzmittel oder Antibiotika, müssen wir auch nicht befürchten. Die können die sich da nämlich gar nicht leisten. Genau darum sterben die da ja so oft. Man bräuchte also nicht mal Schlachthäuser!

    Praktisch, oder? Also: Warum nicht endlich mal Bio-Asiatengulasch oder Bio-Mohrenlasagne in die Regale bringen?! Schmeckt eh alles wie Huhn.

    • Bianka

      Ihr Scheiß Veggies habt doch echt von nichts ein Plan! Wenn was einfach so abkratzt, dann ist das Aas, das kann man nicht essen, das muss ausbluten! Mann.

      Im übrigen stört mich der Begriff “Mohrenlasagne”. Könnten Sie sich bitte, Herr Oswalek, an die elementarsten Regeln der Political Correctness halten und “Afrikanerlasagne” dafür sagen. Selbst in Kinderbüchern werden derart diskriminierende Bezeichnungen mittlerweile geschwärzt. Soviel Niveau sollte ja wohl sein.

      • Der Josi

        Wie meist, auch hier scheut sich Hr. Oswalek nicht, echte Innovationen vorzuschlagen; ist doch klar, dass man gleichzeitig mit obsoleten ehtischen Normen brechen muss. Doch, werden nicht auch Mitarbeiter bereits wie Rohstoff behandelt -> “human ressources” – warum dann nicht als Nahrungsmittel?

        Allerdings bedarf es einer Erweiterung des Oswalekschen Vorschlags, um die Sache für Fleischindustrie und Endverbraucher lukrativ zu machen:

        1. Es ist zu teuer, die Toten in Afrika erst einsammeln zu müssen, um sie zu verarbeiten. Besser ist es, Menschen explizit für die Schlachtung zu züchten. Dann würden sie auch (endlich) genug zu fressen kriegen, denn:

        2. Die auf freier Wildbahn verendenden Afrikaner sind, da meist an den Folgen von Krankheit und Unterernährung sterbend, schlicht zu mager! womit der Ertrag zu gering ausfiele, um es für die Fleischindustrie interessant zu machen.

        • Bianka

          Das ist doch alles nicht durchdacht, meine Herren. Mastmenschen züchten, ich bitte Sie! So ein modernes Turboschwein ist in etwa zehn Minuten schlachtreif, was es auch sein muss, weil eine längere Heranwachsensdauer schlicht und einfach unprofitabel wäre. Beim Menschen beträgt ja schon die Tragezeit viel zu lange!

          • Rütz

            Da der Neger an sich gern vögelt aber ungern verhütet, muss man sich da keine Gedanken machen. Die Tragezeit ist nebensächlich, man sammelt die Babys ein – und kann sie, ähnlich Spanferkeln, – als etwas besonderes verhökern. Wär doch schade, wenn die wie sonst in der Mülltonne landen oder im Busch verbuddelt werden, nur weil sie keiner aufziehen kann.

  • Thomas

    Zu geil, das Gedicht sowie die Kommentare! :smile:

  • Fog

    In Frankfurt Bockenheim wurde im Dezember 2012 ein Restauarant kritisiert, dass auf seiner Karte *Affenhirn* hatte. Der Geschäftsführer meinte dazu: “Vorher hatten wir da *Politikerhirn* stehen aber da waren den Gästen die Portionen zu klein.”

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